Samstag, 9. Oktober 2010

Machtstrategien im Neubuchhandel und im Antiquariat




1.
Wenn ich die Gemeinschaftsideen, die Projekte, Ansätze und die verwirklichten Aktionen zur Förderung des unabhängigen Neubuchhandels betrachte, dann empfinde ich seit Jahren eine seltsame Mischung aus Mitleid und Ärger. Ich nenne hier keine Namen, Feinde habe ich schon genug. Irgendwann werde ich mir aber die Zeit nehmen und ein Kaleidoskop vor den Augen des geneigten Lesers entfalten, ein Bilderbuch unzulänglicher, oft geradezu kindischer Strategien. Man hat den Eindruck, als seien Praktikantinnen aus der Obersekunda oder schwerhörige Altbuchhändler aus Unterdingharting am Werk.

Mir tut das leid, und ich habe auch einen Verdacht. Den Verlagen sind mächtige Partner ein Greuel vor dem Herrn, anhand von Amazon konnten sie durchdeklinieren, wie gefährlich starke Partner auf der Vertriebsseite sind, ja: sein müssen. Schlimm genug, daß man mit den großen Buchhandelsketten auskommen muß, nun denn, mit Thalia, Hugendubel und Co. arrangiert man sich irgendwie. Ansonsten aber fürchtet die Verlegerseite nichts mehr als w e i t e r e, neue starke Partner in der Abnehmerfront.

Es müßte mit dem Teufel zugehen, würde auch gegen alle Regeln der Marktwirtschaft verstoßen, wenn die Verleger nicht mit diskreter, aber starker Hand dafür sorgen würden, daß Einigungsbestrebungen seitens der unabhängigen Buchhändler erfolglos bleiben. Das macht man, indem eine Fülle "gutgemeinter", tatsächlich aber aussichtloser "Aktionen" zur Förderung des unabhängigen Buchhandels gestartet und nach einiger Zeit dann unauffällig beerdigt werden, um neue zu gebären, von ähnlicher Qualität. Aktion, Aktivität, "wir tun was" - aber bitte nur Unzulängliches und Wirkungsloses.

Irgendwann werde ich herausfinden, w e r hinter solchen Machinationen steckt, die nach meiner Meinung den unabhängigen Buchhandel nicht gerade zu Grabe tragen wollen, aber emsig bestrebt sind, ihn zwischen Totenbett und Krankenhaus zu halten, damit er nicht aufmüpfig wird. Der unabhängige Neubuchhandel als Großmacht - da sei Gott vor.

Ich bin vermutlich nicht der einzige, dem die rührende Unzulänglichkeit fast aller Förderungsmaßnahmen des unabhängigen Buchhandels nachgerade auf die Nerven geht.

Weil aber das Antiquariat meine Hausjagd ist - ich im Neubuchhandel also nur wildere - lasse ich es mit diesen Andeutungen fürs erste sein Bewenden haben.

2.
Wäre ich neoliberaler Volkswirtschaftler, dann würde mir das Antiquariat ein gutes Beispiel sein für das Modell einer funktionierenden Einzelhandels- und Dienstleistungswelt. Auf den ersten Blick sehen wir ein mehr oder minder fröhliches Durcheinanderwuseln von Händlern, die regional, aber auch vom Umsatz her, von den Arbeitsmethoden, den Absatzwegen, den Themenbereichen her eine nahezu harmonische Vielfalt darstellen. Harmonisch im volkswirtschaftlichen Sinn, weil offenbar seit vielen Jahren ein echtes Gleichgewicht der Kräfte, Fähigkeiten und Umsätze besteht.

Die Antiquare haben für dieses Gleichgewicht eingefahrene Erklärungen, die sie jederzeit parat halten. In den Diskussionen des Börsenvereins-Netzdienstes, Abteilung Antiquariat, als sie noch stattfanden, spulte sich die hauseigene Argumentationskette stets ähnlich ab. Da ist dann die Rede von der "Vielfalt" des Gewerbes, von der "Ausbildung" der Kollegen. In aller Regel sind das schiere M y t h e n, die zu widerlegen einigen Spaß macht.

So kann keiner schlüssig erklären, welche Rolle die "Ausbildung" im Antiquariat spielen soll - das ist überwiegend Mumpitz. Auch ist die "Handbibliothek", ein anderer Mythos, im Internetzeitalter überwiegend lächerlich und allenfalls für Spitzenantiquare noch notwendig. Seit wir wissen, wie peinlich marginal alle kleineren Bücher-Verkaufsdatenbanken sind, gemessen an den drei großen, ist die ganze einst so verbissen geführte Diskussion um den Sinn kleinerer Datenbanken obsolet geworden. Eine Einschränkung habe ich zu machen - die Rolle der Buchauktionatoren, von München bis Hamburg, wird seit Jahren n i e diskutiert. In Anbetracht der Umsätze von Kiefer, Hartung und Co. muß da ein brandrotes Warnsignal aufleuchten: Welche Rolle spielen sie umsatzmäßig und in ihrer Hauptfunktion, aus den Beständen des mittleren Handels die Zimelien, die sich wirklich lohnen, abzuschöpfen?

Ansonsten aber gilt, daß der Antiquariatsmarkt, gerade auch im Absatzdreieck ZVAB - Ebay - Amazon, erstaunlich ausgewogen ist, vom Mit- und Gegeneinander der örtlichen Antiquariate in Mittelstädten bis hin zum landesweiten Absatz.

Ein Schulbeispiel der ausgewogenen Marktwirtschaft also? Jedenfalls nicht jenes bedrückende Ungleichgewicht der Machtstrukturen im Neubuchhandel, von dem wir sprachen. Denn das Antiquariat lebt zwar von den Abfällen der Verleger, fungiert als eine Art gehobener Aasgeier für deren abgelegte Produkte von Gutenberg bis Bertelsmann (um es unfreundlich zu sagen) - aber es braucht sich um die Marktmacht der Verlage einen Deut zu scheren und die (wenigen) mir bekannten Wortmeldungen der Neubuchverleger in den Diskussionen der Antiquare sind folgerichtig auch von ausgesuchter Arroganz und einem totalen Desinteresse geprägt. Der Antiquar als dummer armer Stiefelputzer.

3.
Wird sich das soeben dargestellte, fast möchte man sagen harmonische Gleichgewicht im Bereich des Antiquariats halten?

Die heute schon gut bekannten Faktoren der Digitalisierung praktisch aller Bücher vor etwa 1920 werden einige Gebrauchsnutzer vom Antiquariat entfremden. Die waren aber schon immer weniger wichtig für die wirklich "alten" Bücher, etwa vor 1945. Hier bleibt der Sammler weiterhin der wichtigste Partner des Antiquars. Das nimmt noch zu, hoffentlich. Würde man mich nach der zentralen, sofort in Angriff zu nehmenden Aufgabe des Antiquariats heute befragen, würde ich nicht einen Augenblick zögern und die

*Umwandlung des Nutzer- in einen Sammlermarkt

fordern. Das muß mit allen Mitteln, in einer kombinierten Analogie von Briefmarken- bis zum Kunstsammeln, hergestellt und erreicht werden.

Wie immer hat das Antiquariat mit Schwerpunkt auf neuere gebrauchte Titel in dieser Frage seine eigenen Sorgen. Für Titel vor allem nach 1945 ist und bleibt der Hauptverbündete des Antiquars in naher Zukunft das Urheberrecht.




























4.
Es gibt eine naheliegende Möglichkeit, den Antiquariatsmarkt in kürzester Zeit zu kippen, ihn zu zentralisieren und die verbleibenden Antiquare zu Angestellten, zu Bütteln eines (oder mehrerer) Konzerne zu machen.

Wir gehen heute aus von der Vorstellung, daß es "viel zu viel Bücher" gibt. Das mag stimmen für Titel mit Auflagezahlen über etwa 10.000. Alle anderen Titel sind einige Male in den Bücherdatenbanken verzeichnet, vielleicht 3-5 Stück, in ähnlicher Menge stehen sie in den Ladengeschäften.

Mehr gibt es am Markt zur Zeit nicht!

Nun fällt Ihnen spontan ein, worauf ich hinaus will: Es gibt im Antiquariat eine Möglichkeit zur

*Monopolisierung.

Nicht etwa im Bereich der seltenen, versteigerungsfähigen Titel über etwa 50 Euro, der "Edeltitel" also. Davon sprechen wir jetzt nicht. Sondern es geht um die Überlegung, daß und wie durchschnittliche Bücher monopolisiert werden können.

Ein Gedankenmodell. Ich kaufe en bloc die Bestände einer Reihe alter, kranker oder sonstwie unglücklicher Antiquare auf. Das ist heute unglaublich billig möglich. Nach kurzer Zeit verfüge ich über ein Lager von 200.000 bis 500.000 Titeln. Sie sind, so scheint es, fast alle wenig wert, denn die Absatzquote (nicht so sehr der Preis) ist ungeheuer niedrig, jeder von uns kennt das ja aus eigener Erfahrung.

Je mehr ich nun aber Bestände aufkaufe, desto größer wird meine Chance, einzelne Titel künstlich zu verknappen. Ich führe das nicht näher aus, bitte Sie nur um den Ausblick auf ein Bücherlager von, sagen wir 3 Millionen Bänden, das ich für etwa 500.000 Euro aufbauen könnte. Wir haben ja Beispiele aus Lagerverkäufen von durchaus ordentlicher Mittelware, die sich da hochrechnen lassen.

Die bisherigen Bestrebungen, als "Aufkäufer" am Markt zu agieren, sind von bemerkenswerter Kurzsichtigkeit, ja B lö d h e i t, wenn man näher hinsieht. So genau kann es nicht gehen!

Wenn aber irgendwer mit guten Bankverbindungen versucht, unseren Markt zu monopolisieren, dann meint das: Er kann nach kurzer Zeit die Bücherpreise d i k t i e r e n, sie nach gusto festsetzern. Und es meint, daß er dann durch Rationalisierung äußerst geringe Betriebskosten hat, mit denen kein Antiquar konkurrieren kann.

Bis zur Einrichtung örtlicher Ankaufszentren, flächendeckender Ankaufswerbung usw. ist dann nur noch ein Schritt. Aber der Monopolist wird den Teufel tun und etwa Verkaufsläden einrichten. Nein - er hortet im zentralen Lager immer mehr Titel, er kann die Preise immer besser diktieren, er zieht aus der Rationalisierung immer höheren Nutzen.

Zwar wird er fürs Kartellamt und überhaupt den Schein wahren und ein perfides, raffiniert angelegtes Netz von scheinselbständigen Vertrags-Antiquaren im ganzen Land unterhalten - die aber in Wahrheit nur seine Knechte sind.

Gebt mir eine halbe Million Euro und fünf Jahre Zeit - dann gibt es in Deutschland den örtlichen unabhängigen Antiquariatshandel nicht mehr.



Das nette Beispiel einer Buchwerbearbeit ganz oben verdanke ich der Webseite christazeuch.de, der auch die Urheberrechte daran gehören. Es ist notabene ein sympathisches, nicht unebenes Fallbeispiel. - Für die Ausleihe des Dagobert-Duck-Bildes gilt ganz besonders der Hinweis, daß es urheberrechtlich geschützt ist. Wird auf einfache Aufforderung hin sofort entfernt.

Jene kuriosen Goldeinbände oder: Selbstversuche im Antiquariat

Von gold

Mit stiller Rührung sehen wir, daß die Redaktion des Börsenblatt-Netzdienstes vom letzten Experiment des Verfassers Kenntnis genommen hat, mit der gebotenen Ironie versteht sich. Hier war sie angebracht, denn ich saß freundlich grinsend neben mir selbst während der Arbeiten und wußte nie, ob das nun eine Veralberung sein sollte oder der Anfang einer neuen Dienstleistung.

Die Reaktion einer mir nahestehenden jungen Dame, der ich die Fotos vorführte, heilte mich schnell von despektierlichen Anwandlungen - sie fand alles very nice und die Idee gut. Daß ich versäumt hatte, die Goldreihen in ein ansprechendes Ambiente hineinzustellen, hielt sie für einen groben Fehler und für meine Überzeugung vom Reiz des Gegensatzes (und einer leisen Selbstironie) in Gestalt alter Sten-Regale fehlte ihr jeder Sinn.

Was steckt dahinter? Wie bei jedem Antiquar mit älteren Beständen sammeln sich bei mir mehr oder minder vollständige Klassikerreihen an. Ich bin mitunter selbst überrascht angesichts der ästhetischen Qualitäten der Einbände, und oft steht der literarische Wert - und kurioserweise auch Drucktechnik und Papierqualität - des Innern in quälendem Gegensatz zur strahlenden Hülle. Da waren dann die Buchbinder besser in ihrem Fache gewesen als Dichter, Papierfabrik und Druckerei.

Wie jeder weiß, der versucht hat, solche Titel einzeln anzubieten: Sie sind kaum verkäuflich. Der Zeitaufwand für die Titelaufnahme und das Einstellen ist mit oder ohne w+h-Krücken in ganz schauerlichem Gegensatz zum Ertrag. Bei mir besteht ein halbes Zimmer aus solcher Literatur. Was tun? Ab und zu verscheuche ich Spinnen und Käferchen von den entsprechenden Regalen und sinne, während die Haustierchen beleidigt von der Decke aus zugucken, über Zweck und Nutzen meiner Schätze nach.

Angeregt durch Biesters Meldung von bayerischen Fürstenbibliotheken, die zu - freilich weitaus höheren - Dekorationszwecken als Ganzes, quasi en bloc, guten Absatz finden, stellte ich einige Versuche an. Ich kam erst nach längerem Hin- und Herschieben auf die Idee: Man muß aus den mehrere tausend Bände umfassenden Titeln und Teilserien der "Schönen Literatur" einfach diejenigen herausziehen, die wirklich hübschen Goldglanz im Rücken tragen. Erst durch solch selektives Vorgehen kommt man auf den Trick: Es sieht verdammt s c h ö n aus, wenn viele Goldrücken nebeneinanderstehen.

Gleich zwei Randbemerkungen. Der Goldglanz jener Buchgemeinschafts-Halblederbände aus der Zeit nach dem ersten Weltkrieg, die jeder Antiquar in Massen im Regal stehen hat, "tut es nicht". Da ist keine M a g i e drin, kein "stilles Leuchten". Es muß mit der veränderten Art des Blattgolds nach 1914 zu tun haben. Buchgemeinschafts- und Volksverband der Bücherfreunde-Reihen um 1930 wirken in Serie ganz billig und aufdringlich. Es geht also wirklich nur mit Titeln vor 1914. - Zum anderen ist das immer nur ein Notweg. Man kann auf diese Weise zwar recht ordentliches, aber ansonsten unanbringliches Material zum einstigen Ankaufspreis wieder loswerden. Dahinter ist weniger ein "Geschäft" zu wittern als, man verzeihe mir das Pathos, ein würdiges Beerdigen solcher Titel. Es wäre aber ungerecht so zu formulieren, denn auch von der Sache her wirkt das Durcheinander der Literaturtitel anregend und wenn dann das Material vom Käufer mit eigenen Titeln ergänzt wird, entsteht eine hübsche Sammlung.

Nun hat nur eine Handvoll Antiquare solche Mengen entlegener Literaturtitel wie ich, gottlob, denn das ist eine schwere Last. Was nützt es da, wenn Stichproben ergeben, daß viele jener Trivialromane vor 1914, die mich seit Jahrzehnten begleiten und Kärferchen und Spinnen zur Heimstatt dienen, an kaum oder gar keiner der deutschen Bibliotheken nachweisbar sind? Das hohnvolle Gelächter, mit dem vor Jahren meine schüchterne Ankaufsanfrage von Marbachs Oberpriester(innen) beantwortet wurde, klingt mir heute noch in den Ohren.

Die wirklich seltenen Trivialromane vor 1914 haben freilich keine Goldeinbände, sie kommen in Sack und Asche einher, und keiner, keiner will sie haben. Dahinter stecken ziemlich kuriose Probleme, und ich bin zum engagierten Hasser und Kritiker des Programms der Sammlung deutscher Drucke geworden - weitgehend hohles Geklingele zuhanden der deutschen Kulturwelt, denn Lückenergänzung nach unten hin - soweit ich sehe ist keine Rede davon. Prestigeobjekte werden erworben. Der kleine Antiquar darf Käferchen und Spinnen züchten und in Dreierreihen Trivialromane um 1880 horten. D a s ist die Sammlung Deutscher Drucke...

Im Rahmen solcher Überlegungen kam ich auf die Idee, auch den Absatz der Goldeinbände zu testen.

Ich habe weit zeitaufwendigere Testreihen durchgeführt in den vergangenen Monaten, zum Teil "verdeckt", um nicht allzu transparent zu arbeiten für w+h und andere aufmerksame Beobachter der Szene.

Von daher weht ein eisiger Wind und ich möchte hier ankündigen, daß ich in nächster Zeit die Rentabilität unseres Gewerbes insgesamt anzweifeln und hinterfragen werde. Wir beuten uns, unter freundlicher Assistenz der Bücherportale, selbst aus und verdienen teils weniger als Putzfrauen.

Es sind nicht so sehr die Lesegeräte, noch weniger die frech-dümmlich in die Portale eingestellten "Neudrucke" aus den USA und anderswo, nein - es ist die völlige retrobibliographische Blindheit, die historische Ignoranz selbst ausgewiesener Fachleute unter unseren Kunden in ihrem ureigensten Fachgebiet und, notabene, das unsägliche Grauen der Darstellungstechniken und -taktiken unserer Bücher-Verkaufsdatenbanken, die zur Misere führen.

Da ist der kleine Versuch mit den Goldeinbänden nur eine humorvolle Randerscheinung. Freilich, wer wirklich größere Bestände dieser Art hat, der kann sie immerhin zu mäßigem Preise ganz gut loswerden. Das hat der Versuch gezeigt für "untere" Buchkriterien. Denn daß bedeutende Werke in schönen Einbänden fast immer gut gehen, das hat man gewußt. Für die unteren Literaturbereiche mußte man es ausprobieren.

Mittwoch, 6. Oktober 2010

Amazon und ZVAB - Halbwahrheiten in der FAZ-Buchmessenbeilage

Zum Bericht der FAZ über das ZVAB von Oliver Jungen
(FAZ zur Buchmesse vom 6.Oktober 2010, S.13),
angezeigt im Onlinedienst des Börsenblatts des Deutschen Buchhandels, Abteilung Antiquariat

Die hier folgenden Einschätzungen und Wertungen geben meine persönliche  Meinung wieder. Der Leser wird sie nachvollziehen können, aber es sind und bleiben subjektive Beurteilungen. Die Funktionalität von Webseiten ist immer auch - freilich nicht nur - Geschmackssache.

Aus der Sicht eines Antiquars, der die Situation auf dem Altbuchmarkt seit vielen Jahren beobachtet und mitdiskutiert, ist dieser 90 Zeilen-Artikel eine einzige Katastrophe. Jeder Kollege hätte Redakteur Jungen eines besseren belehren können.

Das auf und ab der Wirtschaftsergebnisse von Mediantis und ZVAB ist flüchtig und verzerrt dargestellt - was haben Kapital-Anlagedesaster des adeligen Eigners in den USA und anderswo  mit dem ZVAB als Bücherdatenbank zu tun?  Ich gehe darauf hier bewußt nicht ein. Uns kann nur interessieren, ob in der Struktur oder der Arbeitsweise dieser Bücherdatenbank ein Fehler liegt, der zu korrigieren wäre, und ob Amazon, der Hauptkonkurrent, den Absatz der antiquarischen Bücher besser bewältigt als das ZVAB.

Ich hatte schon vor Jahren prophezeit, daß Amazon den deutschen Markt der alten Bücher im Geschwindeschritt erobern würde, nicht zuletzt weil dort die international besten Köpfe sitzen. Wir Antiquare sind bitter aber enttäuscht worden - Amazon ist nach wie vor in geradezu grotesker Weise ausgerichtet auf den Verkauf neuer oder doch neuwertiger Bücher. Für das Anbieten antiquarischer, älterer, nicht nur einfach "gebrauchter" neuerer Titel ist Amazon völlig unpraktisch eingerichtet. Ich kann mir keine plumpere, schrecklichere, unübersichtlichere und völlig verhunzte Datenbank vorstellen, wenn ich meine antiquarischen Bücher dort anbieten möchte.

Wie kommt das? Amazon hatte fast von Anfang an  für gebrauchte Bücher der letzten dreißig Jahre eine Art Parallelfeld eingerichtet. Mit den gleichen Techniken, die Amazon den neuen Büchern zur Verfügung stellt, werden auch die gebrauchten neueren Bücher angeboten. Das klappt solange gut, als man ISBN-Nummern hat, auf Standard-Einbandbilder zurückgreifen kann und normierte Titelaufnahmen der DNB verwendet.

Dieses Parallelfeld, in dem durchaus sinnvoll gebrauchte neuere Bücher analog zu den Neubüchern angezeigt werden können, beginnt um 1960. Für alle älteren Titel (und damit für den Kernbereich des Antiquariats) ist die Amazon-Präsentation

*schmachvoll und ganz lächerlich ungeeignet, eine einzige Peinlichkeit!

Das Anbieten älterer, also im eigentlichen Sinn antiquarischer Titel ist dort, durch die verunglückte Fortsetzung der Anbietetechnik aus den Neubüchern her, ebenso unpraktisch wie unübersichtlich - in wirklich jeder Hinsicht. Amazon ist für ältere Titel die schlechteste der mir bekannten Bücherdatenbanken.

Das ist dem Redakteur dieses Beitrags überhaupt nicht aufgefallen. Aber da liegt der Hase im Pfeffer!

Der "Bücher-Michel" wurde von mir vor über zehn Jahren ausführlich angedacht. Er ist dieses Jahr nun vom ZVAB auf eine äußerst groteske Weise so umgesetzt worden, daß ich mich für mein armes Kindlein schäme und geneigt bin, es zu verleugnen. Hier wurde, unter Assistenz des Schwaneberger-Briefmarkenverlags - der es hätte wahrlich besser wissen können - eine ganz lustige, weil dadaistisch absurde Fehlkonstruktion ins Netz gesetzt, unverschämt teuer noch dazu. Möge die Halbleiche "Bücher-Michel" bald sanft entschlafen.

Deutliche Worte sind hier angebracht, weil ahnungslose Webnutzer nach meiner persönlichen Einschätzung nicht nur geärgert und strapaziert werden, sondern darüberhinaus ausgenommen wie die Weihnachtsgans.

Zurück zur Kernfunktion des ZVAB. Hier haben wir, Details sollen außen vor bleiben, eine

*technisch und optisch exzellente Datenbank für neuere  u n d  alte Bücher.

Es gibt graphisch bessere Bücherdatenbanken, aber auch weitaus schlechtere. Hier liegt das ZVAB im guten oberen Mittelfeld, auch wenn wir alle eine lange Liste von Verbesserungswünschen haben. Technisch war die ZVAB-Datenbank schon immer allererste Wahl.

Amazon ist, insbesondere die älteren, wirklich "antiquarischen" Bücher betreffend, ich sags noch einmal, eine einzige Katastrophe in der praktischen Benutzung. Alles, was dort für Neubücher pfiffig und wünschbar ist,  von der Besprechungsmöglichkeit über Nutzerforen bis hin zu "hat auch gelesen..." - das ist im Bereich der alten Bücher schierer Unfug, es stört, behindert, hält auf.

Ich deute hier nur an, wie eine ernsthafte Analyse des von mir hurtig Dahingesagten aussehen würde - das Geheimnis liegt in der CSV-Datei, die Amazon vorgibt. Sie ist für die Erfassung älterer antiquarischer Bücher bedingt noch sinnvoll, für die  D a r s t e l l u n g  und das praktische  L e s e n  der Datensätze in der Amazon-Datenbank dann aber schlichtweg absurd, hinderlich, ganz unmöglich.

Von alledem verrät uns Oliver Jungen auch nicht ein Sterbenswörtchen.

Ich fasse zusammen:

Das ZVAB stellt nach wie vor den einzig brauchbaren Typ von Bücherportal dar, der für ältere antiquarische Bücher geeignet erscheint. Die kleinen Konkurrenz-Datenbanken, von denen es eine Handvoll für den deutschen Sprachbereich gibt, sind mehr oder minder geschickte Kopien des ZVAB-Systems.

Dagegen ist Amazon für ältere antiquarische Bücher in schrecklicher Weise ungeeignet, unbrauchbar, ganz lächerlich vermurkst.

Details wären in großer Zahl anzumerken. Das Abrechnungssystem bei Amazon ist so schlecht nicht. Die Bewertung, bei den Antiquaren unbeliebt, ist tatsächlich gewöhnungsbedürftig. Als alter Ebay-Hase habe ich mich aber damit abfinden können, und wirklich sind Bewertungen, wenn sie sich auf eine größere Zahl von Verkäufen stützen, für beide Seiten hilfreich, auch für den anbietenden Antiquar. Die, ich zitiere die Feder von Oliver Jungen, "antiquarische Hochpreisblase" ist schierer Unfug, Jung hat gut daran getan, nicht näher darauf einzugehen. Um so mehr - und dort leider zynisch-abwertend - trampelte er auf den bewährten ZVAB-Tüten herum.

Das hat das ZVAB nicht verdient.




Freitag, 1. Oktober 2010

Brauchen wir Ebay im Antiquariat?


Hätte ich eine Diskussion unter Kollegen über "Ebay und die Antiquare" zu leiten, würde ich mehrere Thesen in den Raum stellen. Die wären dann nach allen Seiten hin zu erörtern. Behandelt man eine so schwierige Frage wie den Ebay-Komplex aus Sicht des Antiquariats nämlich nur feuilletonistisch, kommt man nicht weiter.

Wie so oft ist es unerläßlich, die Erb- und Todsünde unserer berufsbezogenen Diskussionen zu vermeiden, die darin besteht, zwischen den Buchtypen im Antiquariat nicht zu unterscheiden. 

Wir nehmen in den Blick

a) neuere gebrauchte Titel mit Erscheinungsjahr nach etwa 1950
b) ältere überwiegend nichtbibliophile Titel, ZVAB-Preis unter 40-50 Euro
c) ältere bibliophile (oder fachbezogen seltene) Titel über 40-50 Euro
d) Adiaphora/ Nonbooks wie Graphikblätter, Landkarten, Sammelbilder, Heftchen, Postkarten.

Und nun meine Thesen:

1.
Für neuere gebrauchte Titel mit Erscheinungsjahr nach etwa 1950 (a) ist Ebay vollkommen unnötig.

Die hier erzielten Preise liegen fast immer deutlich, oft sogar erschreckend niedriger als die in den Bücherdatenbanken. Vorteil: Durch geschicktes Einsetzen der Ebay-Spezialmittel wie Shops, "Sofort-Kaufen", "Preisangebot", vor allem durch das Basisprocedere der Terminversteigerung kann, w e n n  der Titel abgesetzt wird, ein sehr schneller Geldumlauf erzielt werden. (Hinweis, daß der quasi ausgeübte Paypal-"Zwang" die Frist bis zum Eintreffen des Erlöses auf dem eigenen Bankkonto auf 5-7 Tage nach Versteigerungstermin streckt - bei einer mittleren 5tägigen Vorlaufszeit (Angebotszeit) dauert es 10-14 Tage bis zur Realisierung des Erlöses, vom Zeitpunkt des Einstellens ab.). Nachteil: Die Gebühren, umgelegt auf ein tatsächlich verkauftes Buch, sind, einschließlich der Startgebühren für unverkaufte Titel, die ja mitgezahlt werden müssen, im unteren Wertbereich oft absurd hoch. Zusammen mit der Einstellungszeit führt das zu geradezu scheußlichen Ergebnissen. - Die Absatzquote für die Ladenangebote bei Ebay ist bei üblichen Titeln zu durchschnittlichen Preisen lächerlich gering. Fazit: Alle anderen Verkaufsformen sind bei neueren, durchschnittlichen Titeln besser. Bei Ebay verkaufen nur Dumme solche Titel.

2.
Transfer-Automatisierung, also das "Auch-Einstellen" von ZVAB-Titeln, etwa mit den w+h-Mitteln, ist zwar möglich, führt aber zu noch schlechteren Ergebnissen - weil die Bilderfrage, noch wichtiger aber die Sachgebietsfrage nur unzureichend "automatisch" gelöst werden kann. Titel der Kategorie (a) bei Ebay einzustellen, die man nicht sorgfältig in die Ebay-Sachgruppen eingelistet hat und/oder für die man kein(e) ausdrucksfähigen Bilder besorgt hat, sind noch schlechter verkaufbar, wenn es denn für "wenig" noch eine Steigerung gibt.

3.
Ältere  überwiegend nichtbibliophile Titel, ZVAB-Preis unter 40-50 Euro (b) sind nur dann über Ebay angemessen verkaufbar, wenn sie einem beliebten und/oder Sammelgebiet zugeordnet werden können. Bücher der Kategorie (b) außerhalb der nicht allzu zahlreichen beliebten bzw. Sammelgebiete sind noch schlechter verkaufbar als solche unserer Kategorie (a). Die Tragödie, die sich beim Absatzversuch mittlerer (b)-Titel außerhalb der beliebten Sachgebiete Woche für Woche bei Ebay abspielt, ist erschütternd. Nur die unbelehrbare Dummheit derer, die solche Titel trotz offenkundig absurder Ergebnislisten immer wieder anbieten, ist noch erschütternder... - Eine versteckte Funktion bei Ebay muß das Handwerkszeug jedes vernünftigen Einlieferers sein. Zunächst loggt man sich ein, will sagen, daß nur eingeschriebene Ebay-Mitglieder die Funktion nutzen können. Dann sucht man wie üblich in der "erweiterten Suche", klickt aber das (liebevoll verhehlte) Kästchen "beendete Angebote anzeigen" an. Dann zeigt sich in der Farbe grün die ganze Tragödie... - Es gab Monate, möglicherweise im Zusammenhang mit dem Eichstätter Mega-Skandal, in denen reihenweise ordentliche Theologie des 17.Jahrhunderts, zum Teil sogar 1580, 1590... in gutem bis sehr gutem Zustand zu 10 und 15 Euro wegging, bei hübschen Einbänden.

4.
Ältere bibliophile (oder fachbezogen seltene) Titel über 40-50 Euro , unsere Gruppe (c), gehen konstant zu 50 - 60 % vergleichbarer Versteigerungspreise der mittleren Auktionshäuser etwa im Kiefer-Niveau bei Ebay über die Bühne. Die beharrlich unter Antiquaren kursierenden Gerüchte, es würden da Mondpreise für Scharteken erzielt, da die Kunden so dumm oder so gierig seien bei Ebay, sind völliger Unfug und gelten nicht einmal in den allergefragtesten Sammelgebieten. Wie von Geisterhand geführt, stoppen ausnahmslos alle Ersteigerungen in Ebay an der 2/3-Marge der sonst üblichen Auktionshaus-Nettoergebnisse. Es gibt tückische und kaum erklärbare Ausreißer nach  u n t e n, die im Einzelfall schwer ins Gewicht fallen und weh tun können, etwa die kompletten Tafeln zur Scheuchzer-Bibel für 200 Euro in die USA, an welchem Ergebnis ich lang zu knabbern hatte. Regulärer Einzelpreis besserer Tafeln um die 80-120 Euro. Nun sind das Einzelfälle, aber nach weit über 3000 zum Teil auktionswürdigen Eingaben bei Ebay stelle ich ex cathedra fest, daß für gute ältere bibliophile (oder fachbezogen seltene) Titel über 40-50 Euro (Gruppe c) höchstens zwischen 50 und 60 % Auktionsniveau zu erzielen sind - und keinen Cent mehr im Schnitt.

5.
Für Nonbooks jeglicher Sorte ist Ebay ideal, nur kann die Graphikmisere, unter der wir alle seit einem Jahrzehnt seufzen, dort natürlich auch nicht behoben werden. Ansonsten aber ist Ebay der Hort und das Reservat aller Arten von Adiaphora.



Eine Diskussion zu den Thesen 1-5 wird, so meine ich, zwingend zu folgenden Ergebnissen führen, die ich wiederum thesenartig niederlegen darf:

A.
Das Einstellen von Titeln der folgenden Kategorien bei Ebay:

a) neuere gebrauchte Titel mit Erscheinungsjahr nach etwa 1950
b) ältere überwiegend nichtbibliophile Titel, ZVAB-Preis unter 40-50 Euro

ist völlig unnötig, ganz grotesk falsch und führt, bei weitaus größerem Zeitaufwand, zu deutlich schlechteren, in der Summe absurden Ergebnissen. Es gibt kein technisches oder taktisches Mittel, um dieser Misere abzuhelfen.

Bei Titeln der Kategorie

c) ältere bibliophile (oder fachbezogen seltene) Titel über 40-50 Euro

erzielt man  bei Ebay d a n n,  w e n n  diese Titel einem beliebten und/oer Sammelgebiet angehören, Ergebnisse, die nach Abzug aller Gebühren, auch der für die unverkauften Titel, im Schnitt etwa 40-50 % des Ergebnisses einer mittleren Auktion entsprechen.

Für Titel der Kategorie d) ist Ebay, wie schon gesagt, ideal.

B.
Mit oder ohne Shop, mit oder ohne Fotos ist der Kollege, der Titel nach (a) und (b) bei Ebay einstellt, nicht gut beraten. Das muß man ganz deutlich sagen.

Für versteigerungsfähige Titel aus beliebten Sammelgebieten kann man, sofern man auf sehr schnelles Geld angewiesen ist und dafür rund 30-40 % Wertverlust als freilich sehr hohen indirekten "Zins" in Kauf zu nehmen bereit ist, Ebay benutzen. Dies ist bei mir der Fall, aber ich mache das mit deutlich hörbarem Zähneknirschen.

C.
Für fast alle unserer Titel, also (a) und (b), sind ausreichende andere Verkaufsmedien vorhanden. Es reicht aus, die Hände von Ebay zu lassen, was das Einliefern angeht.

Was aber fehlt - und das scheint mir der Kern jeder vernünftigen Ebay-Diskussion zu sein - ist eine Versteigerungsdatenbank nach Ebay-Muster, die nur bibliophile und/oder teure Titel aufnimmt. Hier könnte ich mir eine vereinsmäßige oer genossenschaftliche Trägerschaft gut vorstellen. Die nach meiner Einschätzung für teure, anspruchsvolle Titel grotesk unbrauchbare und verstaubte ILAB-Datenbank (mitsamt ihrem Nachfolger)  könnte hier für den deutschen Sprachraum durch ein modernes Instrument ersetzt werden.

Fazit: Wir brauchen Ebay nicht. Ebay schadet im Bereich der antiquarischen Bücher nur. Allerdings sollten wir diese Schlußfolgerung nicht ziehen, ohne uns für den bibliophilen Bereich um einen selbstorganisierten Ebay-Ersatz zu kümmern.

*
Nachschrift:
Aktueller Anlaß für diesen Aufsatz ist  der Bericht im "Börsenblatt"-Netzdienst, Abteilung Antiquariat, über den Artikel  "Four eBay Bookselling Tips" in Americanaexchange.
Der Artikel dort, sympathisch und sachkundig geschrieben, führt den deutschen Antiquar leider gröblich in die Irre. Nahezu keine der Besonderheiten im US-Ebay findet sich im deutschen Ebay wieder, im Bücherbereich hat sich Ebay-Deutschland weitgehend selbständig gemacht. Auch sonst verwirrt der ständige Bezug auf US-Ebay mehr, als daß irgendein nützlicher Hinweis daraus zu entnehmen wäre. Trotzdem liest man den Artikel der liebenswerten Kollegin Susan Halas gern. Wann werden deutsche Antiquare einmal so unaufgeregt und hilfsbereit schreiben, wie das in den USA gang und gäbe ist?

Montag, 27. September 2010

Aufruf zur Gründung einer Berufsakademie für das Antiquariat im deutschen Sprachraum




Drei einfache Beispiele zuvor.

1.
Ein Kollege im hohen Norden beklagte sich vergangene Woche bei mir über meine Unart, Pakete zu fertigen, aus denen das Zeitungspapier an allen vier Ecken hervorquelle und die, wiewohl haltbar, jeder Ästhetik Hohn sprächen. Er hatte ein solches Kunstwerk aus meiner Hand erhalten und war not amused.

Ich mußte ihm in der Antwort recht geben. Strafverschärfend wirkte sich aus, daß ich kurz zuvor  freudestrahlend einen halben Tag an einem Aufsatz gesessen war, in dem ich darstellte, weshalb die Luftpostertüte ein Übel vor dem Herrn sei und jeder Kollege nur noch mit den Drehverpackungen aus dünner Wellpappe arbeiten sollte. Im Großhandel kosten sie ungefähr gleichviel, schonen das Buch aber weit besser und sind vor allem ansehnlicher, wenn sie beim Empfänger ankommen.

Damit hatte ich zwar den Nagel auf den Kopf getroffen, und da ich zugleich gute Quellen im Fabrikgroßhandel nennen konnte, stand einer Revolution und Standardisierung im Verpackungswesen, verbunden mit der Ächtung der Luftpolstertaschen und zentraler Belieferung mit den Drehverpackungen an alle interessierten Kollegen nichts mehr im Weg - zumal die Bremer Herstellerfirma eine großzügige Verrechnung mit jenen Abfallpauschalen anbot, die uns alle so nerven.

Trotzdem tat sich nichts. Es fehlte der Rahmen, das Thema auszudiskutieren, es war keine Plattform vorhanden und kein Informationsmedium, das halbwegs Autorität gehabt hätte, sich dieser Frage  a k a d e m i s c h  anzunehmen. Was zunächst eine formal korrekte, neutral geleitete Diskussion meint und dann die Erarbeitung und Verabschiedung von Erkenntnislisten, von S t a n d a r d s. Die es abschließend zu formulieren und an alle Antiquare zu verteilen gilt.


2.
Von Zeit zu Zeit ärgere ich die Antiquare mit meinen Webseitenkritiken. Zum Teil waren sie albern, es fehlte, wie Kollege RFMeyer richtig erkannte, die Berücksichtigung der technischen Strukturen hinter dem augenscheinlich Erkennbaren, teils aber waren sie, darauf bestehe ich, durchaus lehrreich, zum Beispiel als es um den Reihen-Vergleich der ästhetischen und oberflächlich-funktionalen Gestaltung unserer Bücherdatenbanken ging.

Wie auch immer, es dürften sich alle Antiquare mit mir gewundert haben, wie groß die Unterschiede sind in der Webseitengestaltung unserer Kollegen, welche zum Teil höchst peinlichen und ärgerlichen Fehler gemacht werden, in Rechtschreibung wie auch in Höflichkeit und Herzensbildung, und wie gut sich diese Mängel in Kategorien einteilen lassen, als sei man im Lateinunterricht oder in der Chemiestunde.

Ich habe das ja nur angetestet, nicht zuletzt deshalb drang ich nicht tiefer und breiter in die Materie ein, weil mir die dabei die Möglichkeit zur  D i s k u s s i o n  fehlte. Hier sollten wir Punkt für Punkt besprechen, werten, beurteilen können auf einer  g e m e i n s a m e n  Ebene. Webseitenkritik, Webseitenreform, Webseitenmodelle müssen in fairer  a k a d e m i s c h e r  Auseinandersetzung stattfinden bzw. entwickelt werden.


3.
Manche Bücherdatenbanken entwickeln sich sehr sprunghaft und präsentieren sich unerwartet gut, etwa das jetzige Eurobuch im Vergleich zum alten sfb, andere sind graphisch exzellent, kommen aber trotzdem auf keinen grünen Zweig, siehe antbo, wieder andere verirren sich nach einem Jahrzehnt guter optischer Gestaltung ins Überladene und Irritierende hinein, ich meine das heutige ZVAB, wieder andere beharren eigensinnig auf kuriosen Detailfehlern, siehe eine genossenschaftseigene Datenbank. - Zusammenhang, Zusammenarbeit, offen und im Untergrund, finanzielle Manipulation, internationale Bedrohungen und Kooperationen der Bücherdatenbanken sind fast unaufdröselbar geworden, selbst die diversen Vereinigungen der Antiquare gefallen sich darin, über ihre eigenen oder doch assoziierten Bücherportale wenig zu sagen oder doch nur das, was ihnen paßt, ich erwähne nur ILAB und das verdächtige Schweigen in Sachen Abebooks/Amazon international. - Die Gebühren- und Konditionenfrage ist zwar den fleißigen "unteren" Kollegen recht gut bekannt und wird dort diskutiert, der Rest der Antiquare aber hat nur ein höchst fragmentarisches Wissen, keinen rechten Überblick über das, was etwa bei Ebay geschieht. Düster lastet die w+h-Problematik über fast allen deutschen Antiquaren, eine Abhängigkeit, die bei Lichte besehen bald die Qualität des früheren ZVAB-Problems erreichen könnte. Wie elegant sich mit CSV-Standards der bescheidensten Art Auswege aus derartiger Unfreiheit organisieren ließen, das könnten die EDV-Experten unter uns gut darstellen (wenn sie denn wollten). - Es ist eine Schande, daß wir immer noch nicht in der Lage sind, Standards für Titelaufnahme, Zustandsangaben und Sachgebiete zu verabschieden. Nicht um sie dann sklavisch zu befolgen, sondern um überhaupt ein vernünftiges Regelwerk auszudiskutieren.

Auch dieses Bündel von Fragen bedarf einer  a k a d e m i s c h e n  Behandlung.

Das sind nun drei Beispiele aus einer umfangreichen Liste dringendster Desiderata. Auch das Messewesen sollte so diskutiert werden, auch die Preisentwicklung unserer alten Bücher und ihre Ursachen, die Chancen von Webseitenverbünden (über die ich unlängst schrecklichen Unsinn geschrieben hatte; so wie ich mir das dachte, geht es nie und nimmer). Die Umgründung einer allgemeinen Genossenschaft sollte in diesem Rahmen behandelt werden, Fragen der Zusammenarbeit mit Österreich und der Schweiz, vor allem gemeinsame Lösungen in der Portofrage, und so fort, es ist kein Ende der Themen abzusehen.

Wir haben gesehen, daß sowohl im Rahmen des ZVAB als auch in der Frankfurter Buchhändlerschule mit einigem Erfolg das durchgeführt werden konnte, was ich *Kurzzeitseminare und *Crash-Kurse für Antiquare nennen möchte. Das ist nichts Schlechtes, und selten habe ich mich über die Kollegen so geärgert  wie bei der mißgünstigen, kleinlich-dümmlichen Beurteilung, die sie überwiegend zur Hand hatten bei diesem Thema. Denn der Versuch war löblich.

Zurück zur Buchhändler-Schule. *Kurse sind recht und schön, man kann auch erfahrene Kollegen finden, die die weißgott nicht leichte Arbeit zu übernehmen bereit sind, über ihre Fachgebiete zu referieren.

A b e r  das ist alles keine  f o r m a l e  Diskussion, es dient nicht zur Gewinnung von  E r k e n n t n i s s e n, befödert nicht den beruflichen  F o r t s c h r i t t.

Dies kann nur eine Berufsakademie leisten.

In der Berufsakadenmie sollen

Arbeitsgruppen 

eingerichtet werden, in denen nach Internet- oder Tagungsregeln Thesenpapiere aufzustellen und Ergebnisse zu erarbeiten sind.

Die Ergebnisse durchlaufen je nach Themenstellung unterschiedliche Entscheidungs- und Kontrollinstanzen. Man diskutiert und entscheidet über Drehverpackungen anders  als über Webseitengestaltung, wieder anders über internationale Zusammenarbeit bei Bücherdatenbanken.

Die Akademie sollte zentral gelegen sein, gerade auch unter Berücksichtigung der Schweiz und Österreichs. Ich würde daher vorschlagen, daß die Buchhändlerschule in lockerer Assoziation der Sitz der

Berufsakademie der Antiquare
im deutschen Sprachbereich

wird. Die Leitung dieser Akademie sollte Björn Biester anvertraut werden. Ich bin zu Zeiten als Kritiker Biesters aufgetreten, gerade deshalb möge man diesen Vorschlag ernstnehmen.

Wie die Akademie finanziert wird, ist klar: Jede Berufsakademie wird von (möglichst) allen Kollegen gemeinsam getragen. Die Lehrkräfte sollten demokratisch gewählt werden; um das durchzuführen, muß nach meiner Einschätzung eine neue, lockere Plattform der "Antiquare im deutschen Sprachbereich"  geschaffen werden, die dann Mitglieder der Berufsakademie sind und ihren Beitrag zahlen. Bei aller Liebe - daß und warum die bestehenden Verbände und Gruppierungen hierzu nicht herangezogen werden sollten, das können die Kollegen besser darstellen als ich.

In diesem Sinn rufe ich heute zur Gründung der

Berufsakademie der Antiquare
im deutschen Sprachbereich

auf.


Das Bild unten zeigt die frühere Börse der Buchhändler in Leipzig (Dank an de.academic.ru). Ganz oben, gleich nach der Überschrift, grüßt uns die Leiterin der Frankfurter Buchhändlerschule.

Montag, 20. September 2010

Es tritt eine Funkstille von 5 Minuten ein

Liebe Blogleser,

ich habe wieder einmal Gelegenheit zu einem kleinen Auslandsaufenthalt bekommen. Ich werde zwar tageweise auch in Freiburg sein, habe dann aber nur hin und wieder Zeit zum Schreiben. Einige Zeit haben Sie also Ruhe vor

Ihrem Peter Mulzer

Sonntag, 19. September 2010

Unsere Webseitenkritik: "Antiquariate im Netz" des Kollegen Höfs



Im Börsenblatt weist Antiquar Höfs auf sein Antiquariatsportal hin. Er möge mir gestatten, einen kleinen Test durchzuführen.

Kollege Höfs sollte nicht mit Formulierungen arbeiten, die hart an der Grenze zum Mißverständlichen liegen. Wenn er schreibt "Antiquariate im Netz", dann kann das zwar bedeuten Liste/ Portal /Verzeichnis "einige(r) Antiquariate, die sich im Netz befinden", kann aber ebensogut meinen, "die (der) Antiquariate, die sich im Netz befinden". Im ersten Fall wäre es korrekt, im zweiten Fall Roßtäuscherei. Dieser Hinweis ist besonders dann notwendig, wenn die Zahl der von ihm aufgenommenen Kollegen geradezu lächerlich klein ist im Verhältnis zu der wirklichen Netzpräsenz der Antiquariate.

Ich hatte ihn schon vor zwei Jahren darauf hingewiesen im "Börsenblatt". Vermutlich muß ich den gleichen Text noch öfter schreiben.

Fragwürdig und nicht sehr seriös verhält sich Höfs, wenn er einige Zeilen darunter locker formuliert "Register der deutschsprachigen Antiquariate". (Daß dabei "Der" noch klippschulhaft falsch mit großem Anfangsbuchstaben geschrieben wird, paßt dazu). Korrekt wäre die Überschrift: "Register einiger ausgewählter deutschsprachiger Antiquariate".

"Finden Sie den Weg in das professionelle Antiquariat" ist kein Deutsch. Meint Höfs nun eine Aufforderung mit vergessenem Ausrufezeichen, will er am Ende einen gedachten Doppelpunkt haben und meint "So finden Sie...", wie auch immer, unsere Kunden sind extrem sprachempfindlich und verzeihen uns dergleichen Schnitzer nicht.

""Der Antiquar ist gelehrter als ein Kaufmann und kaufmännischer als ein Gelehrter ". Nach diesem alten Motto arbeiten viele Antiquariate"

Dies als fettgedruckten Einleitungstext zu verwenden ist, kollektiv auf uns Antiquare angewendet, Angeberei pur. Wer unter uns seltsamen Wesen, Antiquare genannt, wirklich gelehrt ist, der würde sich eher die Zunge abbeißen als so anzugeben. Höfs zitiert hier ja nur einen seiner Ansicht nach kuranten Spruch (ich hab ihn noch nie gehört), aber der gute Geschmack verbietet solche Zitate.

"Ob Sie wissenschaftliche Interessen verfolgen, sich der Literatur verschrieben haben, oder nur ein Buch aus Jugendtagen suchen,"   Das zweite Komma vor "oder"  ist  s e h r  falsch. Lieber Kollege, lassen Sie doch bitte wenigstens die Einführungstexte auf der ersten Seite gegenlesen!

"im Kompetenz-Netzwerk der Antiquariate". - Das ist modernistischer Schwulst, Angeberei und, angesichts der kümmerlichen Webleistungen einiger Kollegen, einfach nur  p e i n l i c h.  Merken Sie das nicht?

"Lernen Sie hier unsere Mitgliedsantiquariate umfassend kennen und nutzen Sie deren Beratung und Kompetenz."  - Wie bitte soll das vonstatten gehen? "Umfassend" - ich bitte Sie! Haben Sie sich die oft beleidigende, sprachlose Kürze vieler Kollegenseiten denn nicht angesehen? Sprechen nicht die meisten Seiten jeglicher "Kompetenz" Hohn?

"Nutzen Sie projektbegleitend den Service der Literaturbeschaffung aus einer Hand." - Das ist schwurbeliger Unsinn. Wenn Sie was damit meinen - ich habe meine Zweifel - dann müssen Sie es erklären. "Projektbegleitend", "aus einer Hand" - das ist hohle Wortklingelei.

"Viele Titel, die sich nicht im Internet finden lassen, können dennoch durch weltweite Kontakte und Kooperationen der Antiquariate besorgt werden." - Das ist in dieser Form gesagt  f a l s c h, es ist unwahr, und Sie wissen das auch. Für verschwindend wenige hochpreisige Titel mag es im Einzelfall gelten, ist aber äußerst selten.

"...viele unserer Mitgliedsunternehmen auf zum Teil jahrhundertealte Traditionen zurückblicken können und diesen auch verpflichtet sind. Hierzu gehören kompetente Beratung, ein hoher Qualitätsanspruch und bester Service. " - Ich nenne so etwas, nach meiner persönlichen Einschätzung, erstklassige Schleimerei. Natürlich wünschen wir uns alle, daß es so wäre - aber solche nur punktuell angestrebten Idealziele dürfen Sie doch nicht als Behauptung in den Raum stellen! Wo bleibt überhaupt Ihr guter Geschmack?

"Heute steht das Antiquariat unter Nutzung der modernen Kommunikation auf der Höhe der Zeit, das Internet hat vielfach den bewährten Katalog abgelöst und es ist gelungen, die Tradition mit der Moderne erfolgreich zu verknüpfen. " - Glauben Sie, was Sie da sagen? Die Mehrzahl der gebeutelten, gestreßten, unter Abhängigkeiten seufzenden Kollegebn haut Ihnen diesen Satz um die Ohren.

"Verkauft wird nur das was von vielen gefragt wird, ist die Philosophie des modernen Handels, wie er auch von großen Buchhandlungen und Verlagen betrieben wird." - In diesem Satz steckt neben Babydeutsch auch ein massiver Fehler, der schon im Deutschaufsatz eines Sextaners zur Abwertung führen würde.

"Genau wie die großen öffentlichen Bibliotheken sammelt der Antiquar Bücher aller Fach- und Literaturgebiete ohne erst einmal vorrangig auf die Verkaufbarkeit zu achten." - Vor "ohne" fehlt ein Komma. Von der Aussage her ist dieser Satz relativer Unsinn.

"Rechnet man jedoch den eingesparten Aufwand für die Suche nach dem seltenen Werk dagegen, die ja vom Antiquariat schon geleistet wurde, ist der Preis in den meisten Fällen berechtigt oder sogar äußerst preiswert." - Jeder Kunde weiß, daß das Antiquariat keineswegs den Titel "gesucht" hat. In aller Regel kommt er aus Ankäufen herein, automatisch. Die Fälle, in denen ein Antiquar für seinen Kunden überhaupt noch suchen darf oder kann, sind ganz selten geworden - leider. Mit der "Sucharbeit" können Sie doch unsere Preise nicht begründen!

"Besuchen Sie ein Antiquariat, tauchen Sie ein, in den Charme vergangener Zeiten" - - und Sie, werter Kollege Höfs, tauchen erst einmal auf aus dem Kitschbrei der Courths-Mahler, wenns beliebt. Und tilgen Sie den Sprachschnitzer mit dem hier verbotenen zweiten Komma.

Ihre Werbung sehe ich kraft meiner Mozilla-Einstellungen nicht. Ich bin aber durchaus Ihrer Meinung, die Sie gestern im Börsenblatt äußerten, daß Werbung auf solchen Seiten legitim und vernünftig sei. Das Facebook-Kästchen ist Geschmacksache. Mir liegt es eher nicht, aber da halte ich mich außen vor.

Die Bundesland-Kartendarstellung ist angesichts der heutigen Darstellungsmöglichkeiten geographischer Koordinaten denkbar unbefriedigend. Sie überschätzen auch die Einteilung im Kopf des Kunden - der registriert keineswegs immer nach "Bundesländern". Da haben Sie eine unglückliche Rubrizierung gewählt.

Daß Sie "Braunschweig" nach Baden-Württemberg verlegen, wird Herrn Jauch nicht freuen. Bitte das Publikum fragen - 99%...  - Wir klicken, und lesen ergriffen Ihren Text: "Antiquariate in Braunschweig:
Kein Antiquariat gefunden. Es ist kein Antiquariat in Braunschweig vetreten."

Lieber Kollege, so geht das alles nicht. Sie  m ü s s e n  formulieren "kein Mitgliedsantiquariat", sonst komme ich Ihnen z.B. im Fall Freiburg hurtig mit einer Ermahnung angelaufen. (Er-, nicht Ab-). Sie dürfen die Kollegen nicht diskriminieren. - Und dann: Bitte nicht derart schludern, daß Sie in vertreten das "r" weglassen.

Ihr stures "Herr Veit Elsenhans", "Frau Michaela Weiers" unter der nüchternen Spitzmarke "Inhaber" wirkt linkisch, interessiert den Kunden auch nicht sehr, der will den Firmennamen, die eingeführte Bezeichnung des Antiquariats wissen. Deckt sich er mit dem Inhabernamen, schön. Aber oft ist das nicht der Fall.

Der stereotyp so wiederholte Link "Selbstdarstellung von Antiquariat Elsenhans ansehen" ist ganz unmöglich. Es handelt sich da doch nicht um "Selbstdarstellungen", sondern um den (oft mißglückten) Versuch, das eigene Antiquariat in einigen Sätzen "herüberzubringen". Das können die wenigsten Kollegen selber leisten.

Gelingt es, wie im nebenstehenden lebendigen und sympathischen Beispiel eines Antiquariats in Düsseldorf, dann erscheint plötzlich der allzu starre Rahmen Ihrer vorgegebenen Seite hinderlich. Noch mehr gilt das für die eingestellten Bilder.  Eine schwierige Frage, an der auch ich zur Zeit knabbere. Patentlösungen gibt es wohl nur in Form der eigenen redaktionellen Bearbeitung aller Seiten durch eine Hand. Bestes Beispiel dafür der (wohl wieder einmal vergriffene) Führer durch die Pariser Antiquariate. Jedem Kollege eine A5-Seite...




Ihre Verlinkung von Fremdinhalten - kurioserweise ist nicht die Überschrift des Artikels, sondern ein kryptischer Link anzuklicken - erscheint seltsam unklar. Ob Sie nun Werbung fürs Börsenblatt machen oder einfach nur einen Zusatznutzen schaffen wollen für den Besucher Ihres Portals: Dergestalt dürfen Sie Webseitenteile aus völlig fremden Federn nicht einbinden. Das will angekündigt sein auf der verlinkenden Portalseite! Sonst überfallen Sie den Leser mit "Überraschungen".

Sie bieten im Netz eine Dienstleistung an, müssen sich also gefallen lassen, daß Ihr Dienst getestet wird, und sei es nur aus Mitleid mit den vielen Bücherkunden, die auf Ihrem Portal mißverständlich und lückenhaft informiert werden.

Fazit: Wir sind nicht amüsiert und zensieren Ihr Portal mit einer ärgerlichen 4- . Verbessern Sie sowohl die Grundidee als auch alle Einzelheiten der Ausführung an Haupt und Gliedern - dann kann was daraus werden. Mein Rat steht Ihnen zur Verfügung. Ich hätte auch Kollegen Stormchen mit seinem "Antiquariatsanzeiger" nicht im Regen stehen lassen, wenn er es denn anders gewollt haben würde. Es geht nicht darum, die Projekte unseres Berufsstands zu torpedieren, sondern ihre ärgsten Kinderkrankheiten zu kurieren, damit sie überlebensfähig werden.





Die Rechte am Ausschnitt aus der Selbstdarstellung eines Düsseldorfer Antiquariats gehören Kollegen Höfs und/oder dem begreffenden Antiquariat.